Eröffnung der Landminenaustellung
Stadtbibliothek Aschafenburg
3. Dezember 1998
Bernhard Kullmann

bernhard.jpg - 8741 Bytes Vor genau einem Jahr, auf den Tag genau wurde in Ottawa (Kanada) der Vertrag über ein Verbot von Anti-Personen-Minen vom 133 Staaten unterzeichnet, darunter auch Deutschland. Heute eröffnen wir hier in Aschaffenburg die Ausstellung "Gute Minen gibt es nicht!" die sich mit dem Thema: Landminen beschäftigt.

Alles in bester Ordnung, so könnte man meinen. Sicher, ein wichtiger Schritt wurde gemacht. Trotzdem sind diese Plakate und das Anliegen aktuell. Die USA, Russland, China und die Türkei haben diesen Vertrag nicht unterzeichnet. In Angola sind Krankenhäuser mit Minenopfer überfüllt, in anderen afrikanischen Ländern kann fruchtbares Land nicht angebaut werden, weil im Boden eine unmenschliche Waffe lauert – eben eine "Anti-Personen-Mine" im wahrsten Sinne des Wortes. Eine Waffe, die bereits in ihrer Begrifflichkeit, gegen den Menschen gerichtet ist.

Frieden wird selbst dann nicht möglich sein, wenn Gegnern zu Partnern werden, weil Menschen sich nicht frei bewegen können und heim kehren können in ihre ursprüngliche Heimat.

Diese Situation empört viele von uns und mit dieser Ausstellung wollen wir anklagen, informieren, etwas bewegen und durch die Spendenaktion auch nach Möglichkeit konkret helfen.

16 Gruppen und Parteien, noch mehr, wenn man die vielen Untergruppierungen des Nor-Süd-Forums mit einbezieht, teilen dieses gemeinsame Anliegen.

Trotz einem weitem parteipolitischen Spektrum, trotz aller ideologischer Verschiedenheit protestieren mit dieser Ausstellung viele Bürger dieser Stadt, für Menschlichkeit.

Waffen, vor allem dieser Art, widersprechen der Menschlichkeit.

Ich denke, daß ist unser gemeinsamer Nenner. Als Vertreter von Pax Christi Aschaffenburg freue ich mich, daß trotz mancher Schwierigkeit so viele zusammengefunden haben und deshalb jetzt die Ausstellung eröffnet werden kann und möchte allen Unterstützern (...) ganz herzlich danken.

Begrüßung Gruppen, Herndlhofer...

 

Diakon Bernhard Kullmann




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